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Haspelfahrwerke

Haspelfahrwerke

Haspelfahrwerke kommen zum Einsatz, wenn schwere Lasten bewegt oder positioniert werden müssen. Sie sind eine kostengünstige Alternative zu Elektrofahrwerken. Häufig werden sie in Kombination mit Flaschenzügen (Handkettenzügen) eingesetzt.

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Unsere Marken für Haspelfahrwerke
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Haspelfahrwerke (auch Handfahrwerke / Hand-Geared Trolleys) sind die ideale Lösung, wenn Lasten auf einem Träger nicht nur gehoben, sondern anschließend sauber horizontal verfahren und exakt positioniert werden sollen – ganz ohne Strom. Typisch ist der Einsatz in Kombination mit Handkettenzügen (Flaschenzügen): Das Hebezeug hängt am Fahrwerk, und die Laufkatze wird über eine Handkette fein dosiert entlang des Trägers bewegt.

Im Vergleich zu Rollfahrwerken (Schieben/Drücken) bieten Haspelfahrwerke mehr Kontrolle bei schweren Lasten; gegenüber Elektrofahrwerken punkten sie mit einfacher Installation, geringer Komplexität und robustem Betrieb – besonders dort, wo es auf zuverlässige Funktion und präzises Rangieren ankommt.


Wie funktioniert ein Haspelfahrwerk?

Das Fahrwerk läuft mit seinen Rädern auf dem Trägerflansch. Die Verfahrbewegung entsteht über ein Getriebe: Eine Handkette treibt ein Kettenrad an, das die Fahrwerksräder über einen Zahneingriff/Antriebsstrang bewegt. Das Ergebnis ist eine kontrollierte, kraftsparende Fortbewegung – auch dann, wenn die Last bereits hängt und punktgenau auf Position gebracht werden muss.

Vorteile von Haspelfahrwerken

  • Preisgünstige Alternative zum Elektrofahrwerk – besonders attraktiv bei höheren Tragfähigkeiten.
  • Präzises Positionieren durch Handkettenantrieb: feinfühliges Verfahren, ideal bei Montage- und Einpassarbeiten.
  • Einfache Montage ohne elektrische Verkabelung – reduziert Aufwand und Fehlerquellen.
  • Robust und industriegeeignet: Für rauen Alltag, wiederkehrende Hebe- und Verfahrvorgänge und wechselnde Einsatzorte.

Einsatzmöglichkeiten (praxisnah)

  • Montage & Instandhaltung: Motoren, Getriebe, Pumpen oder Baugruppen heben und anschließend exakt auf Montageposition verfahren.
  • Werkshallen & Fertigung: Innerbetrieblicher Transport entlang von I-/H-Trägern, z. B. an Kranbahnen oder Einschienenanlagen.
  • Maschinenbau: Positionieren schwerer Teile mit kontrollierter, gleichmäßiger Verfahrbewegung.
  • Anlagenbau: Temporäre Hebepunkte auf Trägern, wenn Lasten entlang einer Linie umgesetzt werden müssen.
  • Kurvenfahrten: Je nach System/Typ sind Ausführungen für Kurvenfahrt oder kleinere Kurvenradien verfügbar.

Kauf- und Auslegungskriterien (technisch fundiert)

1) Tragfähigkeit richtig bestimmen

Die Tragfähigkeit des Haspelfahrwerks muss zur maximalen Last inklusive Eigengewicht des Hebezeugs passen. Überlast ist strikt zu vermeiden – sowohl aus Sicherheits- als auch aus Verschleißgründen.

2) Trägerdaten: Flanschbreite, Flanschform und Einbauraum

Entscheidend ist die Flanschbreite des Trägers: Viele Fahrwerke sind verstellbar und werden oft in unterschiedlichen Breitenbereichen angeboten (z. B. „schmale“ und „breite“ Ausführung). Beim Einbau muss zudem genügend Freigang für die Räder vorhanden sein, damit nichts klemmt oder schleift.

3) Aufhängehöhe / Headroom

Achten Sie auf die benötigte Aufhängehöhe (Bauhöhe): Fahrwerk + Hebezeug + Anschlagmittel bestimmen, ob Sie die erforderliche Hubhöhe im Arbeitsbereich erreichen.

4) Handkette: Ergonomie, Länge und Bedienbarkeit

Die Handkettenlänge ist ein echtes Praxisdetail: Ideal ist eine Kettenführung, bei der die Handkette nicht am Boden schleift, aber trotzdem komfortabel erreichbar bleibt. Für viele Anwendungen hat sich bewährt, die Handkette so zu wählen, dass sie ungefähr 0.5 m über dem Boden endet.

5) Kurvenradius und Streckenführung

Wenn Ihr Trägerverlauf Kurven enthält, muss das Fahrwerk dafür freigegeben sein. Abhängig vom Hersteller gibt es Angaben zum minimalen Kurvenradius und Speziallösungen (z. B. Drehschemelfahrwerk) für sehr kleine Radien.

6) Trägerflansch gerade oder geneigt

In der Praxis sind Flansche nicht immer perfekt parallel. Achten Sie darauf, ob das Fahrwerk für gerade und/oder geneigte Flansche geeignet ist und wie die Einstellung erfolgt.

7) Laufwerk-Qualität: Räder, Lager, Verschleißschutz

Für leichte Bedienkräfte und sauberes Laufverhalten sind Räder und Lagerung entscheidend. Konstruktive Merkmale wie abgedichtete Lager, langlebige Radwerkstoffe und optimierte Radprofile reduzieren Rollwiderstand, Wartungsaufwand und Laufgeräusche – besonders bei häufigem Verfahren unter Last.

8) Optionen für spezielle Anforderungen

  • Feststellvorrichtung / Beam locking device: Last gezielt an Position halten (z. B. bei Montagearbeiten).
  • Puffer / Endanschläge: Schutz beim Anfahren an Endstopper.
  • Korrosionsschutz (z. B. verzinkt) oder Edelstahl für feuchte/chemisch belastete Umgebungen.
  • Funkenfreie bzw. ATEX-taugliche Ausführungen für Ex-Bereiche (nur, wenn System/Zone passend).
  • Große Flanschbreiten: je nach Modell sind erweiterte Trägerbereiche möglich.

Normen & Sicherheit

Haspelfahrwerke gehören in den Bereich der handbetriebenen Fahrwerke, die als tragende Komponenten das sichere Verfahren eines Hebezeugs ermöglichen. Achten Sie auf Konformität und Herstellerdokumentation (z. B. Konformitätserklärung) sowie auf die korrekte Montage am Träger. Vor dem ersten Einsatz sind Träger, Endanschläge und die komplette Kombination aus Fahrwerk und Hebezeug auf Eignung zu prüfen.


Checkliste: schnell das passende Haspelfahrwerk auswählen

Kriterium Warum wichtig?
Tragfähigkeit Last + Hebezeuggewicht sicher abdecken, Überlast vermeiden.
Flanschbreite / Einstellbereich Fahrwerk muss auf den Träger passen und korrekt geführt laufen.
Aufhängehöhe (Headroom) Erforderliche Hubhöhe im Arbeitsbereich erreichen.
Handkette (Länge/Ergonomie) Komfortable Bedienung ohne Schleifen am Boden.
Kurvenfahrt / min. Kurvenradius Nur geeignete Fahrwerke sicher in Kurvenschienen betreiben.
Optionen (Feststeller, Puffer, ATEX, Korrosion) Gezielte Anpassung an Montageaufgabe, Umgebung und Sicherheitsanforderungen.


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