Elektrofahrwerke sind motorisierte Laufkatzen zum kontrollierten Verfahren von Lasten auf I- und H-Trägern. Sie werden typischerweise mit Hebezeugen (z. B. Elektrokettenzug oder Handhebezeug) kombiniert, wenn Lasten häufig, über längere Strecken oder besonders präzise horizontal bewegt und positioniert werden müssen.
Auf TOMANRO finden Sie Elektrofahrwerke u. a. nach Tragkraft, Fahrgeschwindigkeit, Flanschbreite und (modellabhängig) Flanschdicke sowie min. Kurvenradius gefiltert. Je nach Ausführung stehen Varianten mit Ein- oder Zweigang (Fein-/Schnellfahrt) und spezielle Lösungen für Kurvenfahrt zur Verfügung.
Standard-Laufkatzen für geradlinige Trägerbahnen: Sie werden auf die Trägerflanschbreite eingestellt und sorgen mit kugelgelagerten Laufrollen für ruhigen Lauf. Viele industrielle Baureihen sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und bieten Schutzmerkmale wie IP55 (modellabhängig).
Für Anlagen mit engen Kurven oder komplexen Schienengeometrien sind Standard-Laufkatzen oft nur eingeschränkt geeignet. Hier kommen spezielle Drehschemelfahrwerke zum Einsatz, die für definierte Kurvenfahrt ausgelegt sind und auch bei Richtungswechseln ein kontrolliertes Verfahren ermöglichen.
Je nach Bauart wird das Fahrwerk über unterschiedliche Antriebskonzepte realisiert. Beispielsweise kann ein Schneckengetriebe ein gleichmäßiges Anfahren und selbsttätiges Abbremsen unterstützen. In anderen Ausführungen ist eine separate Bremse Bestandteil des Fahrantriebs. Für empfindliche Lasten und Montagearbeiten sind Zweigang-Varianten (Fein-/Schnellfahrt) besonders praxistauglich.
| Kriterium | Warum wichtig? | Praxis-Tipp |
|---|---|---|
| Fahrgeschwindigkeit / Feinfahrt | Beeinflusst Taktzeit und Positioniergenauigkeit. | Für Montagearbeiten bevorzugt Zweigang (Fein-/Schnellfahrt). |
| Flanschdicke & Trägerzustand | Zu dick/zu dünn oder Grate/Schweißspritzer führen zu Klemmen oder Schiefstand. | Trägerflansch sauber messen und auf Beschichtung/Anbauten achten. |
| Kurvenradius / Schienengeometrie | Entscheidet, ob das Fahrwerk in Kurven sicher läuft. | Bei Kurven nur freigegebene Systeme einsetzen (ggf. Drehschemelfahrwerk). |
| Schutzart (z. B. IP55) | Relevant bei Staub/Feuchtigkeit und rauem Industriealltag. | Umgebung bewerten (innen/außen, Feuchte, Staub) und Schutzart passend wählen. |
| Sicherungen (Absturz-, Auflauf-, Kippsicherung) | Schützt bei Fehlzuständen, Stößen oder Rad-/Flanschereignissen. | Bei häufigem Verfahren und schweren Lasten auf integrierte Sicherungen achten. |
| Anbindung (z. B. Schäkelanbindung) | Bestimmt, welche Hebezeuge kompatibel sind. | Vor Bestellung die Aufhängung des Hebezeugs prüfen (Haken/Schäkel/Adapter). |
| Versorgung (z. B. 400 V, 3 Phasen) | Entscheidet über Einsetzbarkeit und Infrastruktur (Einspeisung, Festoon/Schleppleitung). | Spannung/Frequenz und Leitungsführung frühzeitig mitplanen. |
| Umgebungsanforderungen (z. B. Ex-Schutz) | Bei explosionsgefährdeten Bereichen sind spezielle Ausführungen erforderlich. | Nur dafür vorgesehene/zugelassene Varianten einsetzen (ATEX-Konzept gesamthaft prüfen). |
Für Maschinen und maschinelle Baugruppen ist die CE-Kennzeichnung im EU-Rahmen ein zentrales Konformitätsmerkmal. In Kran- und Hebeanwendungen ist außerdem eine sachgerechte Auswahl und Systemauslegung wichtig, da Träger, Fahrwerk, Hebezeug und Fahrweg (Endanschläge/Puffer, Kurven, Anbauten) zusammenwirken. Je nach Hersteller werden Konstruktionen z. B. nach DIN 15018 ausgelegt; im europäischen Kranbau ist EN 13001 als Normenreihe zur Kran-Konstruktion etabliert.
