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Ladungssicherung

Beim Transport von Gütern werden die verschiedenen Kräfte, die die Last zum Rollen, Kippen, Rutschen oder Abheben bringen können, häufig unterschätzt. Eine Last die sich unkontrolliert bewegt, kann zu schwerwiegenden Unfällen führen. Das Fahrzeug kann außer Kontrolle geraten oder herab fallende Teile können unbeteiligte verletzen.

Ein weitverbreiteter Irrtum besteht darin, Ladungssicherung für überflüssig zu halten, wenn das Ladungsgewicht sehr hoch ist. Ladungssicherung darf nur von geschultem Personal durchgeführt werden.

Grundregeln der Ladungssicherung

  • Für bestimmte Ladegüte sollten Sie ein geeignetes Fahrzeug mit entsprechenden Aufbauten bzw. Befestigungspunkten nutzen.
  • Achten Sie darauf, dass der Ladungsschwerpunkt möglichst niedrig und gemäß dem Lastverteilungsplan des Fahrzeuges optimal positioniert ist.
  • Überschreiten Sie nie das zulässige Gesamtgewicht bzw. die zulässige Achslast.
  • Verstauen Sie die Ladung so dicht und niedrig wie möglich. Lassen Sie keinen Freiraum zwischen der Ladung, Stirnwand oder Seitenwänden. Die Freiräume zwischen den Laderaumbegrenzungen und dem Ladegut sollten Sie möglichst ausfüllen.
  • Sie sollten die Fahrgeschwindigkeit den entsprechenden Gegebenheiten mit der Ladung anpassen.
  • Haben Sie eine rutschige Ladefläche, erhöht sich der Aufwand der Ladungssicherung. Nutzen Sie in diesem Fall rutschhemmende Materialien, für eine wirtschaftliche und effizientere Ladungssicherung.
  • Beachten Sie, dass ransportgüter, die nicht standfest und deshalb sehr kippgefährdet sind, müssen im Verhältnis zu ihrer Masse meist aufwendig verzurrt werden (Berechnung gegen Rutschen und Kippen)
  • Formschlüssige Ladungssicherungen (z. B. Abstüt- zen des Transportgutes an Stirn- und Bordwänden, oder mit auf dem Ladeboden befestigten Keilen und Kanthölzern) tragen erheblich zur Stabilisierung des Transportgutes und zur Reduzierung des zusätzlichen Verzurraufwandes bei.

Gesetzliche Grundlagen und Vorschriften

Die Ladungssicherung ist ein wesentlicher Bestandteil des Transportwesens und dient dazu, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Um einen sicheren und ordnungsgemäßen Transport von Gütern zu gewährleisten, müssen sowohl internationale als auch nationale Vorschriften und Gesetze beachtet werden. Zudem ist es wichtig, die Haftung und mögliche Strafen im Falle von Verstößen zu kennen.

Internationale Vorschriften

Internationale Vorschriften sind besonders relevant für Transporte, die über die Landesgrenzen hinausgehen. Ein zentrales Übereinkommen in diesem Bereich ist das CMR-Übereinkommen (Convention relative au contrat de transport international de marchandises par route), welches den internationalen Straßengüterverkehr regelt. Dieses Übereinkommen legt die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien fest und regelt Fragen der Haftung. Des Weiteren sind die ADR/RID-Regelungen von Bedeutung, die den Transport von gefährlichen Gütern auf der Straße (ADR) und der Schiene (RID) regeln. Diese Regelungen enthalten Vorschriften zur Klassifizierung von Gefahrgütern, zur Verpackung, Kennzeichnung und zur Ladungssicherung.

Nationale Vorschriften und Gesetze

Neben den internationalen Vorschriften müssen auch die nationalen Gesetze des jeweiligen Landes beachtet werden. In Deutschland sind insbesondere das Straßenverkehrsgesetz (StVG) und die Straßenverkehrsordnung (StVO) relevant. Das StVG regelt allgemeine Fragen zur Verkehrssicherheit, während die StVO konkrete Vorschriften zur Ladungssicherung enthält. Insbesondere die Paragraphen 22 und 23 der StVO sind hier von Bedeutung, da sie die Verladung von Gütern und die Sicherung der Ladung regeln. Darüber hinaus sind auch die berufsgenossenschaftlichen Vorschriften zu beachten, die die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Ladungssicherung regeln.

Haftung und Strafen

  • Wer haftet bei Schäden?: Es wird erläutert, wer bei einem Schaden haftet, der durch eine nicht ordnungsgemäß gesicherte Ladung verursacht wurde. Dies kann der Fahrer, der Halter des Fahrzeugs oder der Verlader sein.
  • Welche Strafen drohen?: Es wird dargelegt, welche Strafen bei Verstößen gegen die Vorschriften zur Ladungssicherung drohen. Diese können von Bußgeldern bis zu Freiheitsstrafen reichen.

Physikalische Grundlagen

Die Physik spielt eine entscheidende Rolle bei der Sicherung von Ladungen auf einem Transportfahrzeug. Um die Ladungssicherung effektiv zu gestalten, ist es wichtig, die physikalischen Grundlagen zu verstehen, die während des Transports wirken. Dazu gehören die verschiedenen Kräfte, die während des Transports auf die Ladung wirken, der Einfluss von Gewicht und Schwerpunkt der Ladung sowie die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche.

Kräfte während des Transports

Während des Transports wirken verschiedene Kräfte auf die Ladung ein. Diese Kräfte können durch Beschleunigung, Verzögerung oder Richtungsänderungen des Fahrzeugs entstehen. Die wichtigsten Kräfte, die berücksichtigt werden müssen, sind:
  • Die Schwerkraft, die auf die Ladung wirkt und sie nach unten zieht.
  • Die Trägheitskraft, die entsteht, wenn das Fahrzeug beschleunigt oder verzögert wird. Diese Kraft wirkt in entgegengesetzter Richtung zur Beschleunigung und kann dazu führen, dass die Ladung nach vorne oder hinten rutscht.
  • Die Zentrifugalkraft, die entsteht, wenn das Fahrzeug eine Kurve fährt. Diese Kraft wirkt senkrecht zur Fahrtrichtung und kann dazu führen, dass die Ladung zur Seite rutscht.

Auftretende Kräfte am Ladegut (EN 12195)

LKW-Verladung (Straßentransport) – Beschleunigungswerte

Beim LKW-Transport entstehen die größten Beanspru- chungen der Ladungssicherung beim Bremsen, durch Abheben der Ladung durch Schwingungen und Stöße, und durch die Fliehkraft beim Durchfahren enger Kurven.

 images/Ladungssicherung-LKW.jpg
* Bei kombiniertem Verkehr (LKW und / oder Anhänger per Bahntransport) ist in Längsrichtung mit lG zu rechnen
** 0,7 für Kippen bei instabilen Ladungen

Einfluss von Gewicht und Schwerpunkt

Das Gewicht der Ladung und ihr Schwerpunkt haben einen großen Einfluss auf die Stabilität der Ladung während des Transports. Eine schwere Ladung hat eine höhere Trägheit und ist daher resistenter gegen Bewegungen. Der Schwerpunkt der Ladung sollte so niedrig wie möglich sein, um die Stabilität zu erhöhen. Eine hohe Lage des Schwerpunkts erhöht das Kipp- und Umsturzrisiko der Ladung.

Reibung und Rutschgefahr

Die Reibung zwischen der Ladung und der Ladefläche ist ein wichtiger Faktor für die Ladungssicherung. Eine höhere Reibung vermindert die Rutschgefahr der Ladung. Die Reibung kann durch verschiedene Maßnahmen erhöht werden, zum Beispiel durch die Verwendung von Antirutschmatten. Es ist wichtig, die Reibungseigenschaften der verwendeten Materialien zu kennen, um die notwendigen Sicherungsmaßnahmen zu planen.

Arten der Ladungssicherung

Um eine sichere und effektive Ladungssicherung zu gewährleisten, gibt es verschiedene Methoden, die alleine oder in Kombination miteinander angewendet werden können. Die Wahl der Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Art der Ladung, dem Gewicht, der Größe und den Transportbedingungen.

Formschlüssige Ladungssicherung

Die formschlüssige Ladungssicherung ist eine Methode, bei der die Ladung so im Laderaum platziert wird, dass sie von den Wänden des Laderaums oder von anderen Ladungen eingeklemmt wird. Dadurch entsteht ein "Formschluss" zwischen der Ladung und der Ladefläche oder anderen Ladungen, der verhindert, dass die Ladung verrutscht. Diese Methode eignet sich besonders für schwere und sperrige Ladungen und für Transporte mit vielen Richtungswechseln und Bremsmanövern.

Kraftschlüssige Ladungssicherung

Die kraftschlüssige Ladungssicherung ist eine Methode, bei der die Ladung mit Zurrmitteln, wie zum Beispiel Spanngurten, Ketten oder Seilen, auf der Ladefläche fixiert wird. Die Zurrmittel werden so angebracht, dass sie die Ladung gegen die Ladefläche drücken und so die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche erhöhen. Dadurch wird die Rutschgefahr der Ladung verringert. Diese Methode eignet sich für alle Arten von Ladungen und ist besonders wichtig bei Transporten mit hohen Geschwindigkeiten oder bei schlechten Straßenverhältnissen.

Kombinierte Ladungssicherung

Die kombinierte Ladungssicherung ist eine Kombination aus formschlüssiger und kraftschlüssiger Ladungssicherung. Hierbei wird die Ladung sowohl durch ihre Positionierung im Laderaum als auch durch die Verwendung von Zurrmitteln gesichert. Diese Methode bietet ein hohes Maß an Sicherheit und eignet sich für fast alle Arten von Ladungen und Transportbedingungen.

Spezielle Arten der Ladungssicherung (z.B. für Gefahrgut)

Für bestimmte Arten von Ladungen, wie zum Beispiel Gefahrgut, gelten besondere Vorschriften und Anforderungen für die Ladungssicherung. Hierbei kann es notwendig sein, spezielle Sicherungsmethoden anzuwenden, wie zum Beispiel das Einschlagen der Ladung in spezielle Behälter oder das Verwenden von speziellen Zurrmitteln. Es ist wichtig, die besonderen Anforderungen für solche Ladungen zu kennen und einzuhalten, um eine sichere und ordnungsgemäße Ladungssicherung zu gewährleisten.

Hilfsmittel zur Ladungssicherung

Um die Ladung während des Transports sicher und effektiv zu sichern, stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Diese Hilfsmittel erleichtern die Anwendung der verschiedenen Methoden der Ladungssicherung und erhöhen die Sicherheit während des Transports.

Zurrmittel (Spanngurte, Ketten, Seile)

Zurrmittel sind Hilfsmittel, die dazu dienen, die Ladung auf der Ladefläche zu fixieren und gegen Verrutschen zu sichern. Zu den gängigsten Zurrmitteln gehören:
  • Spanngurte: Diese bestehen aus einem Gurtband, das mit einem Ratschenverschluss gespannt wird. Spanngurte sind flexibel und eignen sich besonders für empfindliche Ladungen, da sie die Ladung nicht beschädigen.
  • Ketten: Diese sind besonders robust und eignen sich für schwere und sperrige Ladungen.
  • Seile: Diese sind flexibel und eignen sich für leichte bis mittelschwere Ladungen.

Antirutschmatten

Antirutschmatten werden zwischen die Ladung und die Ladefläche oder zwischen einzelne Ladungen gelegt, um die Reibung zu erhöhen und das Verrutschen der Ladung zu verhindern. Sie sind in verschiedenen Materialien und Größen erhältlich und eignen sich für fast alle Arten von Ladungen.

Leerpaletten und Füllmaterial

Leerpaletten und Füllmaterial werden verwendet, um Lücken im Laderaum zu füllen und die Ladung zu stabilisieren. Leerpaletten können zum Beispiel zwischen sperrige Ladungen gestellt werden, um diese zu trennen und zu stabilisieren. Füllmaterial, wie zum Beispiel Luftpolsterfolie oder Papier, kann verwendet werden, um kleinere Lücken zu füllen und die Ladung zu polstern.

Ladungssicherungsnetze und -planen

Ladungssicherungsnetze und -planen werden über die Ladung gelegt und an der Ladefläche befestigt, um die Ladung zu bedecken und gegen Verrutschen oder Herabfallen zu sichern. Sie eignen sich besonders für lose Ladungen, wie zum Beispiel Schüttgut, oder für Ladungen, die nicht formschlüssig geladen werden können.

Insgesamt stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, die die Ladungssicherung erleichtern und die Sicherheit während des Transports erhöhen. Es ist wichtig, die geeigneten Hilfsmittel für die jeweilige Ladung und die Transportbedingungen auszuwählen und korrekt anzuwenden. Dabei müssen die physikalischen Grundlagen der Ladungssicherung und die gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen beachtet werden.

Praktische Anwendung und Beispiele von Ladungssicherung

Ladungssicherung ist ein wesentlicher Aspekt im Transportgewerbe. Sie sorgt dafür, dass die Ladung während des Transports nicht verrutscht, kippt oder gar herunterfällt. Dies ist nicht nur für die Sicherheit des Fahrers und anderer Verkehrsteilnehmer, sondern auch für den Schutz der Ladung selbst von entscheidender Bedeutung. Es gibt verschiedene Methoden zur Ladungssicherung, darunter das Verwenden von Zurrgurten, Antirutschmatten, Kantenschutz, Netzsystemen, und so weiter.

Berechnung der notwendigen Zurrkräfte

Die Berechnung der notwendigen Zurrkräfte ist ein wichtiger Schritt bei der Ladungssicherung. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich des Gewichts der Ladung, der Art der Ladung, der Art des Fahrzeugs und der Art der Straße, auf der das Fahrzeug fährt. Eine allgemeine Regel besagt, dass die Zurrkräfte mindestens 50% des Gewichts der Ladung betragen sollten, wenn die Ladung gegen Verrutschen in Längsrichtung gesichert ist, und mindestens 80% des Gewichts der Ladung, wenn die Ladung gegen Verrutschen in Querrichtung gesichert ist.

Zum Beispiel, wenn eine Ladung von 1000 kg in Längsrichtung gesichert werden muss, sollte die Zurrkraft mindestens 500 kg betragen. Wenn die Ladung in Querrichtung gesichert werden muss, sollte die Zurrkraft mindestens 800 kg betragen.

Richtige Platzierung der Ladung

Die richtige Platzierung der Ladung ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Ladungssicherung. Die Ladung sollte so platziert werden, dass das Gewicht gleichmäßig auf die Achsen des Fahrzeugs verteilt ist. Dies verhindert, dass das Fahrzeug während des Transports kippt oder instabil wird.

Außerdem sollte die Ladung so nah wie möglich am Schwerpunkt des Fahrzeugs platziert werden. Dies verringert die Hebelwirkung und macht das Fahrzeug stabiler.

Fallbeispiele und Lösungsansätze

  • Fallbeispiel 1: Ein LKW-Fahrer hat eine Ladung von 10 Tonnen Stahlplatten zu transportieren. Die Platten sind gestapelt und auf Paletten verpackt. Der Fahrer verwendet Zurrgurte, um die Ladung zu sichern, aber während der Fahrt verrutscht die Ladung und verursacht einen Unfall.
    Lösungsansatz: In diesem Fall wäre es besser gewesen, wenn der Fahrer zusätzlich zu den Zurrgurten auch Antirutschmatten und Kantenschutz verwendet hätte. Die Antirutschmatten hätten verhindert, dass die Paletten auf der Ladefläche verrutschen, und der Kantenschutz hätte die Zurrgurte vor Beschädigungen durch die scharfen Kanten der Stahlplatten geschützt.
  • Fallbeispiel 2: Ein Transportunternehmen hat einen Auftrag erhalten, eine Ladung von empfindlichen elektronischen Geräten zu transportieren. Die Geräte sind in Kartons verpackt und auf Paletten gestapelt. Während des Transports fällt eine der Paletten um und beschädigt die Geräte.
    Lösungsansatz: In diesem Fall wäre es besser gewesen, wenn das Transportunternehmen die elektronischen Geräte mit einem Netzsystem gesichert hätte. Dies hätte verhindert, dass die Paletten während des Transports umfallen und die Geräte beschädigen.



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