
Der Enerpac Mutternsprenger NSH sprengt festsitzende Sechskantmuttern kontrolliert per externem Hydrauliksystem und eignet sich besonders für Wartung und Demontage ohne Wärmeeintrag. Die Serie ist in mehreren Varianten zur Abdeckung unterschiedlicher Arbeitsbereiche (je nach Gewindegröße/Schlüsselweite) verfügbar und lässt sich flexibel mit Pumpe, Schlauch und Kupplungen kombinieren.
Der Enerpac Mutternsprenger NSH sprengt festsitzende Sechskantmuttern kontrolliert per externem Hydrauliksystem und eignet sich besonders für Wartung und Demontage ohne Wärmeeintrag. Die Serie ist in mehreren Varianten zur Abdeckung unterschiedlicher Arbeitsbereiche (je nach Gewindegröße/Schlüsselweite) verfügbar und lässt sich flexibel mit Pumpe, Schlauch und Kupplungen kombinieren.
Der Mutternsprenger der Enerpac NSH-Serie ist ein hydraulisch angetriebenes Werkzeug zum kontrollierten Aufsprengen festsitzender Sechskantmuttern, wenn ein zerstörungsarmes Lösen nicht mehr möglich ist. Im Gegensatz zu thermischen Trennverfahren arbeitet der Mutternsprenger ohne Funkenflug und ohne Wärmeeintrag in angrenzende Bauteile, sodass sich der Einsatz besonders für Wartungs- und Demontagearbeiten an verschraubten Baugruppen eignet.
Der Sprengvorgang erfolgt über eine Schneidspitze, die gezielt in die Mutter eingedrückt wird, bis ein Riss entsteht und die Mutter ihre Vorspannung verliert. Das Werkzeug wird über ein externes Hydrauliksystem betrieben (z. B. Handpumpe oder Elektrohydraulikpumpe), wodurch sich die Lösung auf unterschiedliche Baustellen- und Werkstattbedingungen skalieren lässt.
Für die Auswahl und sichere Anwendung sind zwei Parameter entscheidend: der Arbeitsbereich (abhängig vom jeweiligen NSH-Modell, typischerweise definiert über Gewindegröße und Schlüsselweite) sowie die passende Auslegung des Hydrauliksystems (Pumpe, Schlauch, Kupplungen, Druckkontrolle). Konkrete Modellbereiche und Zuordnungen sind auf der jeweiligen Typenseite des Herstellers hinterlegt.
Die scharfe Schneidspitze und das entgegengesetzte konvexe Widerlager fördern ein effizienteres Durchtrennen, indem die Mutter aufgesprengt wird, anstatt sie auf dem Bolzen zu quetschen. Dadurch wird es einfacher, die Mutter für den zweiten Schnitt zu drehen.
Sehr wahrscheinlich benötigt die Mutter, nachdem sie im ersten Durchgang gesprengt wurde, einen zweiten Sprengvorgang, um diese vollständig vom Bolzen zu entfernen. Idealerweise sollte ein zweiter Sprengvorgang im Winkel von 180° zum ersten Schnitt durchgeführt werden, wobei die Mutter in zwei Hälften geteilt wird, um die Entfernung zu ermöglichen.
Für die NSH-Serie sind mehrere Werkzeuggrößen vorgesehen, um unterschiedliche Muttern- und Schraubendimensionen abzudecken. Die Varianten unterscheiden sich in ihrem Arbeitsbereich (Zuordnung zu Gewinde-/Schlüsselweiten) und in der Ausführung der Schneidgeometrie.
Konkrete Modellbezeichnungen, Zuordnungen und technische Eckdaten sind auf der TOMANRO-Typenseite zur NSH-Serie aufgeführt.
Beim Mutternsprengen werden sehr hohe Kräfte übertragen. Es besteht Gefahr durch Quetschstellen, scharfe Kanten und das plötzliche Lösen von Vorspannungen. Der Einsatz erfordert geeignete PSA (insbesondere Augen-/Gesichtsschutz und Handschutz) sowie eine Absicherung des Arbeitsbereichs gegen unbeteiligte Personen.
Normative Einordnung (anwendungsbezogen): Für Hydrauliksysteme und deren sichere Integration in Arbeitsmittel wird in der Praxis häufig EN ISO 4413 (Sicherheitsanforderungen an Hydrauliksysteme und Komponenten) herangezogen. Für die strukturierte Risikobeurteilung von Arbeitsmitteln und Arbeitsabläufen wird typischerweise EN ISO 12100 genutzt. Diese Normen unterstützen die sichere Auswahl, Aufstellung und Anwendung, ersetzen jedoch keine betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung.
| Merkmal | Beschreibung | Praxis-Hinweis |
|---|---|---|
| Arbeitsbereich | Abhängig vom NSH-Modell; typischerweise über Gewindegröße und Schlüsselweite definiert. | Mutternmaß und Schraubengröße vorab prüfen; Modell anhand Typenseite auswählen. |
| Antrieb | Betrieb über externes Hydrauliksystem (z. B. Handpumpe oder Elektrohydraulikpumpe). | Für häufige Einsätze ist eine Pumpe mit geeigneter Bedienlogik und Druckkontrolle vorteilhaft. |
| Schneidprinzip | Hydraulisches Eindrücken einer Schneidspitze in die Mutter zur Rissbildung und Entspannung. | Saubere Anlageflächen erhöhen Kontrolle und reduzieren Risiko von Bolzenkontakt. |
| Druckkontrolle | Abhängig vom verwendeten Hydrauliksystem; Drucküberwachung über Manometer/Armaturen. | Druck immer kontrolliert aufbauen und vor Systemtrennung vollständig abbauen. |
| Systemkompatibilität | Schläuche, Kupplungen und Adapter müssen zum eingesetzten System passen. | Komponenten konsequent in einer Druckklasse und mit kompatiblen Anschlüssen wählen. |
Modellübersicht und Zuordnung der Arbeitsbereiche.
Zur TOMANRO-TypenseiteMobile Hydraulikversorgung für Serviceeinsätze.
Zur TOMANRO-TypenseiteHochdruckschläuche für flexible Verbindung.
Zur TOMANRO-TypenseiteSchnelles, sicheres Kuppeln im Hydrauliksystem.
Zur TOMANRO-TypenseiteAdapter und Verbindungselemente für die Systemmontage.
Zur TOMANRO-TypenseiteDruckanzeige zur Prozess- und Sicherheitskontrolle.
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