
Der Tractel Rundmaterialgreifer RT ist ein Rundmaterial- und Rohrgreifer zum vertikalen Heben sowie zum horizontalen Transport von Stangen und Rohren, wobei die Klemmkraft lastabhängig steigt und dadurch ein stabiler Halt entsteht.
Der Tractel Rundmaterialgreifer RT ist ein Rundmaterial- und Rohrgreifer zum vertikalen Heben sowie zum horizontalen Transport von Stangen und Rohren, wobei die Klemmkraft lastabhängig steigt und dadurch ein stabiler Halt entsteht.
Der Tractel Rundmaterialgreifer RT ist ein mechanischer Rundmaterial- und Rohrgreifer zum vertikalen Heben sowie zum horizontalen Transport von Stangen, Rohren, Vierkantmaterial und kleinen Profilen – einzeln oder in gebündelter Ausführung. Die Klemmkraft ist lastabhängig (sie steigt mit dem Gewicht der Last), wodurch die Last während des Hebens stabil im Greifer gehalten wird.
Die Standardausführung ist im Regelfall für den paarweisen Einsatz (z. B. mit Traverse) ausgelegt, während bestimmte Varianten (z. B. TC und CR) auch für den Einzelbetrieb vorgesehen sein können. Für das Ablegen ist eine automatische Freigabe bzw. Selbstverriegelung in geöffneter Stellung (je nach Ausführung) verfügbar, was das Handling im Taktbetrieb erleichtert.
Typische Vorteile im Betrieb: kein Anschlagen mit Gurten um das Material herum erforderlich, schnelle Positionierung und reproduzierbares Greifen bei wiederkehrenden Durchmessern im Greifbereich.
Die RT-Serie ist in mehreren Tragfähigkeiten und Greifbereichen verfügbar. Zusätzlich unterscheiden sich die Ausführungen über das Entriegelungs-/Handlingkonzept sowie über die Backen-/Pad-Geometrie und optionale Schutzbeläge.
Für lange Werkstücke ist die paarweise Verwendung mit Traverse häufig die sicherste Lösung, weil sich Schiefzug und Pendeln besser kontrollieren lassen. Wenn der Prozess einen Greifer im Einzelbetrieb vorsieht, sollte dies ausschließlich mit der dafür vorgesehenen Ausführung (z. B. TC, CR) und unter Beachtung der Betriebsanleitung erfolgen.
Entscheidend für die Auswahl sind WLL/Tragfähigkeit, Greifbereich (min.–max.) und das Eigengewicht des Greifers. Der Greifbereich muss zum Durchmesser bzw. zur Werkstückhöhe passen, damit die Klemmgeometrie korrekt arbeitet.
| Modell | WLL (kg) | Greifbereich min.–max. (mm) | Gewicht (ca.) | Artikel-Nr. | EAN/GTIN |
|---|---|---|---|---|---|
| RT 05 50-100 | 500 | 50–100 | 4 kg | 185368 | 3600231853689 |
| RT 1 100-200 | 1000 | 100–200 | 9 kg | 185378 | 3600231853788 |
| RT 2 200-350 | 2000 | 200–350 | 28 kg | 185388 | 3600231853887 |
| RT 3 250-450 | 3000 | 250–450 | 40 kg | 185398 | 3600231853986 |
Zusätzlich existieren je Tragfähigkeitsstufe weitere Varianten (z. B. RTA, TC, CR). Diese teilen sich in der Regel denselben Greifbereich wie das Basismodell, unterscheiden sich jedoch in Pad-Geometrie, Beschichtung und Automatik-Funktion.
| Variantenkürzel | Bedeutung | Typischer Nutzen | Hinweis |
|---|---|---|---|
| RT | Standardausführung | Universell für Rundmaterial und kleinere Profile | Oft paarweise mit Traverse empfohlen. |
| RTA | Automatik-Ausführung | Erleichtertes Handling im Serienprozess (modellabhängig) | Funktion und Bedienung strikt nach Anleitung. |
| TC | Gebogene Pads/Backen | Bessere Anlage am Rundmaterial, stabilerer Sitz | Laut Typenseite auch einzeln verwendbar. |
| CR | Gebogene Pads + Chloropren | Oberflächenschutz und zusätzliche Haftung | Kontaktflächen sauber/trocken halten. |
Rundmaterialgreifer arbeiten über klemmende Lastaufnahme. Das bedeutet: Die Last muss die eingeleitete Klemmkraft aufnehmen können und es muss ausreichend Kontakt/Reibschluss vorhanden sein. Eine strukturierte Gefährdungsbeurteilung reduziert Fehlanwendungen.
| Gefährdung | Ursache | Mögliche Folge | Maßnahmen |
|---|---|---|---|
| Abrutschen der Last | Falscher Greifbereich, glatte/ölige Oberfläche, falsche Ausführung (Belag/Pad) | Lastabsturz, Personen- und Sachschaden | Greifbereich min.–max. prüfen, Kontaktflächen reinigen, passende Variante (TC/CR/Belag) wählen. |
| Schiefzug | Nicht senkrechte Hubbewegung, seitlicher Zug, falscher Anschlagpunkt | Verrutschen, Pendeln, Instabilität | Nur vertikale Zugrichtung, Anschlagmittel korrekt ausrichten, bei langen Teilen paarweise + Traverse. |
| Quetsch-/Scherstellen | Hände/Finger im Scherenbereich beim Ansetzen oder beim Schließen | Handverletzungen | Greifer nur an sicheren Griffstellen führen, niemals in den Mechanismus greifen, klare Kommunikation mit Kranführer. |
| Dynamische Überlast | Ruckartiges Anheben, Stoß, schnelles Absetzen | Überlast trotz WLL, Material-/Greiferschäden | Hub ruckfrei, keine Schocklasten, WLL strikt einhalten. |
| Ungeeignete Last | Zu dünnwandige/empfindliche Werkstücke, nicht druckstabile Profile | Verformung, Abrutschen | Last muss druckstabil sein; ggf. alternative Lastaufnahme (Gurte/Traverse/andere Greifer) wählen. |
| Verschleiß/Defekt | Keine Prüfungen, beschädigte Gelenke/Backen, verschlissene Beläge | Funktionsverlust, Unfallrisiko | Sicht- und Funktionsprüfung vor Einsatz, regelmäßige Sachkundigenprüfung und Wartung gemäß Anleitung. |
Für Lastaufnahmemittel dieser Art sind Normen, CE-Kennzeichnung und eine konsequente Betriebsorganisation maßgeblich. Achten Sie besonders auf die Kombination aus Produktanforderung, Einsatzfall und wiederkehrenden Prüfungen.
Praxisregel: Niemals unter schwebender Last arbeiten, Last stets kontrolliert anheben/senken, und die Last erst freigeben, wenn sie stabil abgesetzt ist.
Für eine sichere, prozessstabile Anwendung werden häufig zusätzliche Komponenten benötigt. Besonders bei langen Werkstücken verbessert geeignetes Zubehör die Lastführung deutlich.
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