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Hebebänder

Hebebänder sind wie Rundschlingen textile Anschlagmittel. Sie haben ein sehr stabiles Gurtband. Es gibt sie als Endlosband und als Hebeband mit Laschen an den Enden.

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Unsere Marken für Hebebänder
Yale
DELTA

Hebebänder sind besonders leicht, flexibel und im Verhältnis zu ihrem Eigengewicht erstaunlich tragfähig. Das textile Gewebe schmiegt sich an die Last an, schützt empfindliche Oberflächen und ermöglicht ein weitgehend verletzungsfreies Handling beim Anschlagen, Tragen und Verstauen.

Im TOMANRO Sortiment finden Sie Hebebänder in unterschiedlichen Bauarten – z. B. 2-lagig oder 4-lagig vernäht, mit verstärkten Schlaufen, mit Endbeschlägen sowie endlos gewebte Ausführungen für Mehrweg- oder Einweganwendungen.


Vorteile von Hebebändern

  • Oberflächenschonend: breite Auflage, weiches Gewebe, weniger Druckspitzen als bei metallischen Anschlagmitteln.
  • Ergonomisch: geringes Eigengewicht, einfache Handhabung bei Montage, Lagerung und Transport.
  • Vielseitig: geeignet für Direktzug, Umschlingung und (je nach Ausführung) Schnürgang.
  • Flexibel kombinierbar: mit Kantenschutz, Schutzschläuchen und Beschichtungen für höhere Standzeit.

Bauarten und Typen

2-lagig vs. 4-lagig

4-lagige Hebebänder sind steifer als 2-lagige und benötigen bei gleicher Tragkraft häufig weniger Auflagefläche. Bei nahezu gleichem Eigengewicht kann sich die erforderliche Bandbreite deutlich reduzieren, was im Schnürgang und bei engen Durchführungen vorteilhaft ist.

Gleichzeitig gilt: Eine größere Auflagefläche wirkt häufig schonender, weil der Flächendruck gleichmäßiger verteilt wird. Breite Bänder stützen die Last oft stabiler, besonders bei empfindlichen oder formkritischen Gütern.

Verstärkte Schlaufen

Endschlaufenverstärkungen sind bei Anschlagmitteln aus Chemiefasern Stand der Technik und in vielen Fällen normativ gefordert. Im Schnürgang sind verstärkte Schlaufen besonders wichtig, da hier höhere lokale Beanspruchungen an den Schlaufen auftreten können.

Endlos-Hebebänder

Endlos-Hebebänder werden ähnlich wie Rundschlingen eingesetzt, sind jedoch typischerweise schmaler und steifer. Dadurch lassen sie sich häufig besser durch Hohlräume führen oder unter Lasten durchstecken.


Werkstoffe, Etikettenfarben und typische Eigenschaften

Hebebänder bestehen aus vernähten Gurtbändern aus synthetischen Fasern. Je nach Werkstoff unterscheiden sich Beständigkeit, Dehnung und Feuchteverhalten deutlich.

Werkstoff Typische Etikettenfarbe Stärken Hinweise
Polyester (PES) blau geringe Feuchteaufnahme, gute Beständigkeit gegen viele Säuren und Lösemittel, scheuerfest, meist geringe Dehnung Gegenüber Laugen weniger beständig; bei Reinigung bevorzugt schonende Waschmittel einsetzen.
Polyamid (PA) grün Gute Beständigkeit gegenüber Laugen Höhere Wasseraufnahme möglich; in feuchter Umgebung kann Abriebfestigkeit sinken, bei Frost kann das Band steifer werden.
Polypropylen (PP) braun Hohe chemische Beständigkeit für Sonderfälle Bezogen auf das Eigengewicht häufig geringere Tragfähigkeit als PES/PA.

Beschichtungen und Schutz (Kanten, Abrieb, Schnitt)

Bei rauen Oberflächen, scharfen Kanten oder häufigem Einsatz steigt der Verschleiß deutlich. Zur Erhöhung der Abrieb- und Schnittfestigkeit können PU-Beschichtungen eingesetzt werden (typisch mindestens ca. 5.0 mm dick) oder verschiebbare Schutzschläuche mit PU-Beschichtung. Schutzüberzüge sind oft in Standardlängen von 2.0 m oder 4.0 m verfügbar.


Normen, Kennzeichnung und Prüfpflichten

Mehrweg-Hebebänder

Hebebänder und Rundschlingen gehören zu den Anschlagmitteln und gelten im Kontext der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG als Lastaufnahmemittel. Sie müssen entsprechend gekennzeichnet sein, typischerweise inklusive CE, Herstellerangaben und WLL.

Die Europäische Norm EN 1492-1 beschreibt Anforderungen und Prüfgrundlagen für Hebebänder zur mehrmaligen Verwendung. Ein eingenähtes Tragfähigkeits-Etikett enthält u. a. Hersteller, Werkstoff, Herstelljahr und die Tragfähigkeit in Abhängigkeit von der Anschlagart.

Prüfung (Betrieb)

Anschlagmittel aus Chemiefasern sollten mindestens einmal jährlich durch eine befähigte Person (Sachkundige) geprüft werden. Bei intensiver Beanspruchung sind kürzere Intervalle sinnvoll.

Hinweis: In der Praxis wird häufig auf DGUV-Regelwerke verwiesen; einzelne Kapitel der DGUV Regel 100-500 wurden in den letzten Jahren zurückgezogen. Maßgeblich sind stets die aktuellen betrieblichen Vorgaben, die Betriebssicherheitsverordnung und die Herstellerinformationen.


Außerbetriebnahme-Kriterien (typische Mängel)

  • Garnschnitte/Garnbrüche im tragenden Gewebe (z. B. deutlich erkennbarer Querschnittsverlust).
  • Beschädigte tragende Nähte oder Nahtauflösungen an Schlaufen/Überlappungen.
  • Wärmeschäden durch Reibung, Strahlung oder Kontakt mit heißen Oberflächen (Verformung, Versprödung, Schmelzspuren).
  • Chemische Schäden durch aggressive Medien (Aufquellen, Verfärbung, Faserschädigung).
  • Fehlendes oder unleserliches Etikett (Identität und Tragfähigkeit nicht sicher bestimmbar).

Einweg-Hebebänder (DIN 60005)

Einweg-Hebebänder sind für einen einmaligen Transportweg vorgesehen und müssen am Ende der Transportkette entsorgt werden. Sie werden genutzt, wenn große Stückzahlen oder definierte Transportketten wirtschaftlich abgewickelt werden sollen (z. B. Halbfabrikate, Profile, Stangen).

  • Typischer Sicherheitsfaktor: 5:1 (statt 7:1 bei Mehrweg-Anschlagmitteln).
  • Typische Vorgaben (DIN 60005): Bandbreite bis max. 100 mm, Bandgewebe kann deutlich dünner ausgeführt sein (z. B. ca. 1.0 mm).
  • Kennzeichnung: häufig orangefarbenes Etikett und eindeutiger Hinweis auf Einweg (z. B. „don’t use twice“).

Einweg-Hebebänder dürfen innerbetrieblich nicht „weiterleben“: Nach Gebrauch nicht erneut verwenden, nicht für wechselnde Lasten einsetzen und nicht als dauerhaftes Anschlagmittel im Betrieb zulassen.


Technische Auswahlkriterien (über Tragfähigkeit hinaus)

1) Anschlagart und Lastwinkel

Die zulässige WLL hängt von der Anschlagart ab (z. B. Direktzug, Umschlingung, Schnürgang). Bei Mehrstranggehängen steigen die Strangkräfte stark an, wenn der Neigungswinkel ungünstig wird.

2) Bandbreite, Lagenaufbau und Flächendruck

Bandbreite und Lagenaufbau bestimmen, wie die Last abgestützt wird. Breite Bänder reduzieren Druckspitzen, schmalere (z. B. 4-lagige) können in engen Bereichen oder im Schnürgang vorteilhaft sein.

3) Schlaufenlänge und Hakenradius

Schlaufen sollten so gewählt werden, dass der Winkel in der Schlaufe 20° nicht überschreitet, um Nähte nicht unzulässig zu belasten. Achten Sie auf ausreichend große Hakenradien: Bei tragender Breite unter 75 mm sollte der Krümmungsradius des Hakens mindestens etwa 0.75× Bandbreite betragen.

4) Kanten- und Abriebschutz

Textile Anschlagmittel müssen vor scharfen Kanten, Reibung und Abrieb geschützt werden. Als „scharf“ gilt ein Kantenradius oft dann, wenn er kleiner ist als die Banddicke im belasteten Zustand. Nutzen Sie PU-Schutzschläuche, Schutzprofile oder geeignete Kantenschutzwinkel.

5) Umgebungseinflüsse

Berücksichtigen Sie Feuchte, UV, Temperatur und Chemie. Lagern Sie Hebebänder trocken, gut belüftet und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung, Wärmequellen und Chemikalien.

6) Identität und Etikett

Vor jedem Einsatz: Etikett vorhanden, lesbar, richtige Länge, Bandbreite und passende WLL. Ohne eindeutige Identifikation keine Verwendung.


Tragfähigkeits-Farbcode nach EN 1492-1

Die EN 1492-1 nutzt eine einheitliche Farbkennzeichnung je Tragfähigkeit. Zusätzlich unterstützen eingewebte Tonnenstreifen die schnelle Identifikation.

WLL (Direktzug) Farbcode Typische Bandbreite Typische Ausführung Technische Details
1000 kg violett 30 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Etikett mit WLL/Material/Datum, Tonnenstreifen möglich
2000 kg grün 60 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Optional PU-Schutzschlauch für Kanten/Abrieb
3000 kg gelb 90 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Geeignet für breite Auflage zur Druckverteilung
4000 kg grau 120 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Breite Auflage, reduziert Flächendruck
5000 kg rot 160 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Optional Beschläge (z. B. Endbeschläge) je nach Typ
6000 kg braun 180 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Für schwere Lasten, oft mit zusätzlichem Kantenschutz sinnvoll
8000 kg blau 240 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Hohe Auflagefläche, stabilisiert Lastlage
10000 kg orange 300 mm 2-lagig oder 4-lagig, Schlaufen verstärkt Ab 10000 kg einheitlicher Farbcode: orange

Typische Einsatzmöglichkeiten

  • Maschinen- und Anlagenbau: Heben, Wenden und Positionieren von Bauteilen mit empfindlichen Oberflächen.
  • Stahl- und Metallbau: Umschlingen von Profilen, Blechen, Rahmen und Baugruppen mit geeigneten Schutzmaßnahmen.
  • Logistik: Verladen und Umsetzen palettierter oder unregelmäßig geformter Güter.
  • Baustelle: Transportketten mit Einweg-Hebebändern für definierte Einmal-Transporte.
  • Pre-Slung: Vorgeschlungene Ladeeinheiten (nur im Rahmen zulässiger Verfahren, Vorgaben und Kennzeichnung).

Anwendungshinweise (kurz und praxisnah)

  • Lastbewegung erst starten, wenn die Last korrekt angeschlagen ist und keine Personen im Gefahrenbereich sind.
  • Nicht knoten, nicht verdrehen, nicht ineinander verschnüren und nicht über Kanten ziehen.
  • Etikett schützen: Etikett von Haken, Schnürung und scharfkantigen Kontaktflächen fernhalten.
  • Bei Schnürgang die natürliche Geometrie zulassen (typisch ca. 60°), nicht „nachspannen“ und Reibwärme vermeiden.
  • Dehnung berücksichtigen (typisch ca. 3% bis 5%): bei empfindlichen Oberflächen mit Schutzschlauch/Profil arbeiten.
  • Vor jedem Einsatz Sichtprüfung auf Schäden; bei Zweifel: außer Betrieb nehmen und prüfen lassen.


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